Silicommdada
Auf dem Steckenpferd unterwegs im Silicon Valley
Archive for Regulierung im Web
March 2, 2008 at 7:25 pm · Filed under Regulierung im Web, Wiedergekäut, Wirtschaft, Cyber Governance
Puuhhh - meine Themenliste für Silicommdada ist lang, die Liste der anderen Dinge, die zu tun sind ist aber länger und enthält zur Zeit wichtigere Dinge. Wir nutzen aber eine kurze Atempause für einen Abschied: Und damit das ganze ökonomisch ausfällt sagen wir nicht nur zur HD DVD Tschüss sondern verabschieden uns auch gleich von der Blue-ray Disk.
Denn wie uns der Economist vergangene Woche vor Augen führt, wird die Kapitulation von Toshiba den Tod der Blue-ray Disk nur hinauszögern. Denn eigentlich geht es um den Vertrieb von Filmen im Internet. Und auch wenn Hollywood dies zur Zeit noch sträflich ignoriert - die Kunden haben eigentlich schon entschieden. Sie wollen ihre Filme online bestellen, kaufen und dann sofort runterladen. Das zeigt etwa das erfolgreiche Beispiel der Seite www.zml.com, die für $ 1,99 Filme zum Download anbietet. Der kleine Schönheitsfehler der Seite: es ist eine Piraten-Site.
Aber es gibt ja auch die legalen Beispiele wie Apples iTunes Store, der bereits Filme verkauft oder auch mein DVD Verleiher Netflix, der seit einigen Monaten Filme zum Download anbietet. Die haben alle (noch) den Nachteil, dass sie zum Teil fürchterliche Nutzungsbedingungen oder komplizierteste Verfahren und Softwares als Kopierschutz verwenden. Und damit ist das Thema natürlich im Kern meines Interessensgebietes: wie kommt hier eine Einigung über einen Standard daher, die es allen Seiten ermöglicht, künftig im Internet Geld zu verdienen und die Kunden nicht vor unüberbrückbare Bedienungsprobleme stellt.
Das wird kommen, sagen die schlauen Econimisten. Und das glaube ich auch. Vor allem wird der ökonomische Leidensdruck über nicht-verdiente Dollars im laufenden Jahr weiter so zunehmen, dass die Lösung bald kommt. Deshalb kaufe ich mir auch kein HD oder Blue-ray Disk Laufwerk, sondern bleibe bei dem einen DVD Player ($ 59) und investieren das gesparte Geld in Kinobesuche samt Popcorn. Da machen die Filme sowieso noch mehr Spaß….
February 2, 2008 at 11:55 pm · Filed under Valley Basics, Regulierung im Web, Internet Wegmarken
Das ist eigentlich ein Thema, über das ich mehr schreiben wollte. Vergangenen Donnerstag hat Lawrence Lessing zum letzten Mal “seine” Vorlesung über die Creative Commons hier in Stanford gehalten. Lessig hat die CC auf den Weg gebracht und damit einen Weg entwickelt, Copyright Internet- und Zukunftsfähig zu machen. (Hier wird es demnächst auch unter CC weiter gehen). Mehr unter CC und auf Lessigs Web-Site.
Lessig wird CEO der CC Organisation bleiben, sich aber künftig hauptsächich dem Kampf gegen Korruption widmen. Da ich nicht erkennen konnte, dass er in seiner Energie auch nur ein wenig nachgelassen hätte - ich habe ihn zwar nicht vorgestern, aber vor einigen Monaten zuletzt gesehen - bin ich sicher, dass wir von ihm auch zu diesem Thema bald viel hören werden. Und es wird sicher wieder kreativ und spannend sein!
July 23, 2007 at 12:17 am · Filed under Valley Multis, Politik, Suchmaschinen, Mobile, Regulierung im Web, Internet Wegmarken
Vor ein paar Wochen habe ich hier einmal darüber nachgedacht, dass die für 2008 geplante Auktion von Frequenzen, die für einen landesweiten kabellosen Internetzugang geeignet sind, eigentlich Google interessieren müsste. Freitag kam es dann über den Ticker: Google interessiert sich für die Frequenzen, möchte aber die Bedingungen geändert haben, zu denen die Versteigerung stattfindet! Google Chef Eric Schmidt möchte erreichen, dass die Frequenzen an Subabnehmer weiter gegeben müssen, wenn sie durch den Gewinner der Auktion nicht genutzt werden. So soll wohl ausgeschlossen werden, dass jemand die Frequenzen kauft, um sie dann ganz einfach zu Lasten des Wettbewerbs still zu legen.
Ich denke, die Chancen für Google stehen nicht schlecht. Erstens haben die Informationscontroller aus Mountain View das nötige Kleingeld, um andere potentielle Käufer zu überbieten. Und was den Änderungswunsch anbelangt: da hat ja FCC Chef Kevin J. Martin (die Federal Communication Commission (FCC) ist die oberste Kommunikationsregulierungs-Behörde in den USA, die die Auktion durchführt) seinerzeit nur wenige hundert Meter von Googles Zentrale entfernt gesagt, dass es seiner Behörde darum gehe, den Wettbewerb zu forcieren.
Und um Wettbewerb und um die Net-Neutrality geht es bei dieser Geschichte. Stichwort Wettbewerb: Internetzugang gibt es auf vier Wegen. Zu Hause übers Telefonnetz, über das (TV-) Kabelnetz und per Funk übers Handy oder ein (privates, lokales oder kommunales) Wireless Lan (Zugang per Satellit lassen wir mal als kaum relevant weg). Zwischen Telefongesellschaften und Kabelnetzbetreibern herrscht hier ein recht harter Wettbewerb, von dem aber nur Neukunden etwas haben - spätestens nach einem Jahr steigen die Preise und die Qualität lässt durchweg zu wünschen übrig. Kaum zu glauben aber wahr: hier im Herzen des Silicon Valleys ist es nicht leicht, als Privatanwender eine wirklich schnelle DSL Verbindung zu bekommen.
Die Anbieter der amerikanischen Handynetze haben bislang wenig Enthusiasmus gezeigt, im kabellose Bereich aktiv zu werden. Der Zugang per Handy ist recht langsam und kostet vergleichsweise viel. Erst jetzt mit dem neuen Tarif für das iPhone kommen die Preise ein wenig in Bewegung. Aber das iPhone hilft ja wenig, wenn man mit dem Laptop online gehen will, ganz abgesehen davon, dass auch dieser Zugang langsam ist. An echten WiFi-Lösungen als Alternative zu den Verbindungen per Handy haben die Handynetzbetreiber keine großes Interesse. Es kostet und ist ja bloß eine Konkurrenz zu den Handynetzen, mit denen ganz gutes Gekld verdient wird. Ausnahmen bestätigen die Regel: T-Mobile bietet in fast jedem Starbucks einen kostenpflichtigen Zugang an, der aber recht teuer ist. Kurz: aus der Ecke wird kaum etwas in Sachen Wireless zu erwarten sein. Und noch eine Bemerkung dazu am Rande: Die Handyhersteller scheinen das mit zu tragen, so mein Eindruck, denn neben dem iPhone gibt es hier kaum Handys, die Wlan geeignet sind.
Wireless Netzwerke gibt es hier im Valley recht viele. Sitzt man in einem Cafe, findet man oft ein kostenloses Netzwerk. In Mountain View betreibt Google ein kostenloses stadtweites Netz, das allerdings je nach Standort nur eine schlechte Verbindung bietet. Zusammen mit dem Telefonanbieter Earth Link baut Google derzeit ein Wireless Netzwerk in San Francisco auf, das allerdings in seiner kostenlosen Variante wohl auch langsam sein wird. Kommt man allerdings aus den Stadtkernen raus, ist schnell Ende mit dem kostenlosen, kabellosen Zugang. Und dann wird es teuer - wenn es überhaupt einen Zugang gibt. Also wäre prinzipiell Raum für eine neue Kraft, die ein landesweites Wireless Netzwerk hier in den USA aufbaut.
Der zweite Punkt betrifft die Net-Neutrality. Da geht es - extrem verkürzt - darum, dass Internetzugangsanbieter alle oder ausgewählte Inhalte von bestimmten Anbietern bevorzugt und dafür aber kostenpflichtig bereit stellen. Der Rest geht durch, wenn es passt. Das ist Gift für Firmen wie Google oder auch eBay, die ihre Angebote kostenlos bzw. anzeigenfinanziert zur Verfügung stellen oder davon leben, dass ihre Inhalte ohne Verzögerung und in Echtzeit allen Nutzern zur Verfügung stehen. Kein Problem, sagen die Telefon- und Kabelbetreiber, so lange ihr zahlt. Strickte Netz-Neutralität fordern dagegen Google, eBay und Co., denen Gefahr für die Kalkulation oder die Geschäftsgrundlage droht. Diese Geschichte beschäftigt den amerikanischen Kongress und brodelt derzeit im Hintergrund.
Würde Google künftig selbst zumindest einen Teil der Internetzugänge anbieten (und dazu in der mobilsten Version!), hätten die Weltinformationsbeweger aus Mountain View ein mächtiges Pfand in der Hand, um Net-Neutrality durchzusetzen. Ganz abgesehen davon gäbe es einen netten Nebeneffekt für gut gezielte Werbung. Hätte Google nämlich über den kabellosen Zugang auch die Daten darüber in der Hand, wo genau sich ein Nutzer befindet, könnte Werbung noch viel genauer zugeschnitten präsentiert werden. Ganz nett auf der einen Seite, aber in Alptraum unter Datenschutzaspekten, so lange Google keine Transparenz über die Datenverwendung und keine Garantien gegen Missbrauch anbietet.
Es geht aber womöglich noch viel weiter, denn wir sind es ja gewohnt, dass alles, was von Google kommt, keine direkten Kosten verursacht. Sprich: kostenloser kabelloser (werbefinanzierter) Internetzugang für alle hier in den Staaten? Das lassen sich die Telefon- und Kabelnetzbetreiber sicher nicht bieten. Für Google ist es strategisch überlebensnotwendig, einen “neutralen” direkten Weg zu den Kunden zu haben. Für die Telefon- und Kabelnetzbetreiber ist es überlebenswichtig, Geld mit den Netzen zu verdienen, da sie es kaum schaffen würden, auf alternative Einnahmequellen wie Werbefinanzierung umzusteigen. Hier braut sich also einiges zusammen und es hat alle Zutaten für eine hübsche Regulierungsschlacht…
July 12, 2007 at 2:21 pm · Filed under Valley Basics, Web 2.0, Regulierung im Web, Internet Wegmarken
Früher war ja alles ganz anders. Kam einer daher und wollte mir einen erzählen, habe ich mich umgehört und mir ein Bild von der Person gemacht. Vielleicht hatten wir gemeinsame Freunde, oder es gab sonst etwas, das die Vertrauenswürdigkeit erhöhte. Genauso lief das bei der Suche nach Handwerkern, guten Restaurants etc.
Nun kann man sich im Web 2.0 ja auch jede Menge Rat und Services holen. Das beginnt mit Amazon und eBay, geht weiter auf Web-Seiten wie qype oder yelp, die ihre Mitglieder am Ruf von Dienstleistern arbeiten lassen, in dem sie ihre User Bewertungen schreiben lassen. Für Produkte gibt es das schon ein Weilchen länger, etwa bei ciao. Wie soll man nun den Tipps dort vertrauen? Was soll ich von jemandem halten, der einen Tipp gibt, von dem ich aber noch nie gehört habe und der am anderen Ende der Welt sitzt? Wenn er wirklich dort sitzt und es ihn wirklich gibt… Und, dass er nicht vielleicht ein ganz anderes Interesse hat. Heute ein schönes Beispiel dazu: der CEO von Whole Foods, einer Bio-Supermarktkette, hat wohl seit vielen Jahren unter Pseudonym online geschrieben, seine Firma gelobt und und auch schon mal über einen Übernahmekandidaten gelästert.
Eine Lösung ist, dass man die möglichen Verbindungen aufzeigt, also schauen, ob es sich etwa um den Freund eines Freundes halndelt. Das geht so xing, linked in und auch im Projekt, an dem ich mitarbeite – bei miaplaza.
Ein anderer Ansatz ist das Rating. Ihr kennt es von den Amazon Händlern und von eBay: Dort können Kunden nach dem Abschluss die Person bewerten, von der sie etwas gekauft haben. Professionelle Ratingagenturen für das Geschäftsleben gibt es ja schon seit Jahrzehnten. Ich meine die Institutionen, die die Kreditwürdigkeit von Unternehmen oder auch ganzen Staaten bewerten. Das das sind ganz schön mächtige Organisationen, die Einfluss auf das Wohl und Wehe ganzer Nationen haben. Eine andere Version ist die Schufa in Deutschland, die die Kreditwürdigkeit von Firmen und Personen bewertet.
Und so ist es kein Wunder, dass jetzt auch Unternehmen entstehen, die die (Online-) Reputation einzelner Menschen im Visier haben. Es geht um Web-Sites, die Usern anbieten, andere User zu bewerten.
Schon seit einiger Zeit macht das rapleaf.com. Bei denen ging es zunächst nur um die Email Reputation. Die Idee lautete, dass jemand mit hoher Reputation eigentlich nicht in Spamfiltern hängen bleiben sollte – wenn denn genug mitmachen und auch die Relevanz dieser Reputation von Spamfiltern anerkannt wird. Inzwischen geht Rapleaf weiter und möchte ganz allgemein die „Online Reputation“ bewerten.
Gleich in die Vollen geht Venyo.org. Dort soll es um die ganze Reputation eines Individuums im Web gehen. Im Gespräch hat mir Mitgründer Fabrice Cornet neulich beim Web Montag erzählt, dass Venyo als neutrale Organisation zum Partner großer Webhäuser werden möchte. 14.7.07: Der Kommentar von Stephan (siehe unten) animiert mich zu folgender Ergänzung: Dazu planen die Gründer von Venyo zu einer Art offenen Standard zu werden. Sprich jede Web-Site kann das Venyo Reputationssystem für ihre Nutzer verwenden. Aber angezeigt wird die Reputation, die der User auf allen Seiten erwroben hat, auf denen er unterwegs ist und die das Venyo Syetm nutzt. Neutralität ist bei Venyo quasi per Herkunft eingebaut, das Unternehmen hat seinen Sitz in der Schweiz. Und das .org in der Domain soll unterstreichen, dass es hier um eine neue Internet-Institution gehen soll. Allerdings residieren die Gründer seit kurzem hier im Valley, weil halt hier die Musik spielt.
Hinter Venyos Technologie, so Cornet, steht eine Universität in der Schweiz. Dort seien die Algorhythmen entwickelt worden und dort werde auch der künftige Datenschatz gehortet. Sicher und vertraulich, so wie in einer Schweizer Bank. Auf meine ganzen kritischen Nachfragen, wie das denn genau funktioniere (Sicherheit, Betrug, Schutz vor übler Nachrede, Verfahren zur Bewertung, ethische Fragen), hatte Cornet überwiegend gute Antworten, allerdings konnte er mir (noch?!) nicht alles zeigen, was er mir erzählte.
Sicher, so eine Organisation scheint für einiges ganz nützlich. Man könnte sehen, wie vertrauenswürdig ein Blogger bewertet wird, man könnte auch schon vor dem ersten Verkauf auf eBay vertrauenswürdig sein… Aber sollte das ganze System einmal etabliert sein, gibt es kein Entrinnen mehr. Keine Online-Reputation, kein Deal, nirgendwo. Da ist die Schufa ein Klacks gegen. Es hängt also alles an der Reputation und der (technologischen) Vertrauenswürdigkeit der Organisationen selbst, die das machen. Und da, so mein Eindruck, hapert es noch sowohl bei Rapleaf als auch bei Venyo. Ich meine, dass die Vertrauenswürdigkeit nur durch Transparenz gewinnen können. Und die gibt es bislang nicht. Wieso kann man zum Beispiel nicht sehen, nach welchem Verfahren bewertet wird? Warum steht bei Venyo nichts über den Hintergrund des Verfahrens und den akademischen Partner. Konkurrenzgründe mag ich nicht gelten lassen: Wenn die Algorhythmen wirklich so einmalig sind, wie behauptet, was soll denn dann passieren, wenn wir wissen, welche Prozesse im Hintergrund ablaufen? Außerdem: Wer kontrolliert eigentlich die Bewerter und wer gibt ihnen überhaupt das Recht, zu richten. Und daran knüpft sich die nächste Frage an: muss das wirklich durch eine neue, private Organisation gemacht werden oder können wir andere vorhandene Strukturen nutzen. Nicht, dass ich nach dem Staat rufen will. Bis Staaten so etwas gelingen würde, kommunizieren wir schon wieder mit Trommeln und Rauchzeichen, weil der Strom alle ist. Nein, aber es gibt ja bereits einige globale und neutrale Organisationen, die dem Web gute Dienste leisten.
Da die Reputation der Internetnutzer sowohl bei Rapleaf als auch bei Venyo durch andere User entsteht, sind einige Punkte klar: Relevant wird es erst, wenn massenweise Leute dabei sind. Aber so ein kleiner Rufmord wird sicher auch schon jetzt möglich sein. Das aber sei, so Fabrice Cornet, bei Venyo ausgeschlossen. Man habe genug Sicherheiten eingebaut, um das zu verhindern. Leider kann man da bislang nur hoffen, dass das stimmt. Dass sich einer dieser Anbieter etablieren wird, ist für mich ausgemacht. Aber dass sich die Leute massenweise zu etwas aufmachen und hinterher verwundert die Augen reiben, das soll ja schon mal vorgekommen sein.
June 26, 2007 at 1:10 am · Filed under Valley Basics, Politik, Regulierung im Web, Internet Wegmarken
Heute jährt sich der zehnte Jahrestag eines für die Entwicklung des Internets sehr wichtigen Ereignisses. Der amerikanische Supreme Court erklärte den Communications Decency Act (CDA) für verfassungswidrig. Ein Blick zurück ins letzte Jahrhundert:
Mit Beginn der Clinton-Präsidentschaft im Januar 1993 und vor allem mit seinem damaligen Vize Al Gore, der sich (schon damals) nicht nur um Umwelt sondern auch intensiv um Information Superhighway kümmerte, sollte das Internet auch politisch und damit regulativ erschlossen werden. Doch zunächst tat sich nicht viel. Die Nutzerscharen im Web wuchsen und die Politik machte Politik.
Je bevölkerter das Internet wurde, desto mehr Surfern fielen die vielen Problemzonen und Schmuddelecken im Web auf. Das blieb auch den Print-Medien nicht verborgen. Time Magazin titelte im Juli 1995 zur Pornografie im Internet, die Zeit war auf der Höhe und verfolgte das Geschehen, der Spiegel brachte einige Monate später eine Serie in der er unter anderem “Angst vor Anarchie” titelte. Der damalige Justizminister Edzard Schmidt-Jortzig erklärte im Spiegel (11/1996) mit Blick aufs Internet: “Der Nationalstaat ist überholt”.
In den USA ergriffen Senat und Repräsentantenhaus die Iniative, bevor die Regierung handeln konnte und verabschiedeten am 1. Februar den CDA. Präsident Clinton unterzeichnete ihn am 8.2. 1996 und der CDA trat damit - wenn auch nur sehr kurz - in Kraft. Nur einen Tag später gab es eine Klage der American Civil Liberties Union, unterstützt durch die Electronic Frontier Foundation gegen das Gesetz. Die Begründung: das Gesetz verstöße gegen das First Amendment, die Redefreiheit, in der amerikanischen Verfassung.
Der CDA verbot jede Übertragung “unanständiger” (indecent) sexueller Inhalte in einer Form, in der sie Personen unter 18 Jahren zugänglich werden könnten. De facto bedeutete es aufgrund der technischen Möglichkeiten das Ende jeder Darstellung von nackter Haut (Flickr, ick hör dir trapsen) im Internet inklusive aller Web-Sites zur sexuellen Aufklärung, zur AIDS Prävention usw. Aus diesem Grunde wuchs die Allianz, die klagte schnell, etwa um Organisationen wie die der amerikanischen Bibliothekare. Dazu kommt, dass man die Bedeutung des First Amendment, die es zumindest im größten Teil des 20. Jahrhundert für die USA hat, keinesfalls unterschätzen sollte. Sie schützt die Redefreiheit von jedem, von Nazis, die es immer noch nicht besser wissen und auch von allen, die Pornografie verbreiten wollen. Kurz: wenn es um das erste Amendment geht, entstehen hier zuweilen Allianzen der seltsamsten Art, mit hoher Schlagkraft.
Spätestens jetzt erreichte auch die Zeit der großen Träume vom Cyberspace ihren Höhepunkt. Es war etwa die Zeit des Grateful Dead-Texters John Perry Barlow. Barlow prägte den Begriff Cyberspace, den er Ende der 80er entdeckte. Mitte 1990 schuf er zusammen mit dem Lotus Gründer Mitch Kapor und dem ersten Sun-Programmierer John Gilmore die Electronic Frontier Foundation. Barlow sah den Cyberspace als einen neuen Raum, als einen Ort. Er träumte von ihm als neuen wilden Westen, als neuem Kontinent, als “electronic frontier”: “Imagine a place were trespassers leave no footprints, where goods can be stolen an infinite number of times and yet remain in the possession of their original owners, where businesses you never heard of can own the history of your personal affairs…” (Quelle EFF).
Barlow reagierte auf den CAD in einer Email auf seine Art: “Well, fuck them. Or, more to the point, let us now take our leave of them. They have declared war on Cyberspace. Let us show them how cunning, baffling, and powerful we can be in our own defense. (Quelle EFF). Es folgte seine berühmte Unabhängigkeitserklärung des Cyberspace: “Governments of the Industrial World, you weary giants of flesh and steel, I come from Cyberspace, the new home of Mind…”
Tatsächlich war das Gesetz nach Einschätzung des amerikanischen Internet-Juristen Lawrence Lessing von Anfang an aus mindestens drei Gründen zum Scheitern verurteilt. 1. “indecency” ist keine Kategorie von Sprache, die der Kongress regulieren konnte. Es fehlte durch Verwendung dieses Begriffes die Grundlage zur gesetzlichen Regelung. 2. Das Gesetz war zu vage formuliert. 3. Die Regierung machte in der Verhandlung vor Gericht keinen Versuch, diese Mängel zu beheben. (Quelle: Lawrence Lessig, Code 2.0).
Es dauerte genau eine Woche bis eine einstweilige Verfügung des Gerichtes das Gesetz am 15.2. 1996 außer Kraft setzte. Am 12. Juni 1996 wurde das Gesetz bereits in der ersten Instanz in Philadelphia als verfassungswidrig befunden. Die amerikanische Regierung ging in Berufung und verlor auch den Rechtsstreit vor dem obersten Gerichtshof, heute vor 10 Jahren.
Doch auch heute lohnt es sich, noch einmal das Urteil genau zu studieren. Der damals 77-jährige Richter John Paul Stevens schrieb nämlich sehr viel mehr in das Urteil, als die bloße Entscheidung, dass der CDA verfassungswidrig sei. So finden sich folgende bemerkenswerte Sätze. Die verschiedenen Möglichkeiten des Webs aufzählend schließt er: “these tools constitute a unique medium—known to its users as “cyberspace”—located in no particular geographical location but available to anyone, anywhere in the world, with access to the Internet.” Und weiter: “No single organi zation controls any membership in the Web, nor is there any centralized point from which individual Web sites or services can be blocked from the Web.”
Für mich klingt es fast wie die Geschichte aus einem fernen Jahrhundert. Gut, es sind umgerechnet etwa 70 Internetjahre. Die beteiligten Personen leben noch, zum Teil hier um die Ecke. Sie prägen nicht mehr das Geschehen. Festzuhalten bleibt: zumindest für einen kurzen Moment, heute vor 10 Jahren, was das Internet höchstrichterlich der Cyberspace: ohne geographischen Raum, aber existierend, ohne zentrale Kontrolleinrichtung, ohne Chance für irgend jemanden, Inhalte zu blocken…
Lesetipps zur Story (und sehr viel mehr drum herum, in allen genannten Büchern nimmt diese Episode nur einge Seiten ein):
- Wissenschaftlich fundiert und wunderbar erzählt: Jack Goldsmith/Tim Wu: Who controls the Internet, Oxofrd 2006
- Juristisch, ausführlich, langwierig, aber präzise: Lawrence Lessing, Code 2.0, New York 2006 (im Internet unter http://codev2.cc/)
- Politikwissenschaftlich, supertrocken, aber die Entstehungsgeschichte im Kongress präzise darstellend: Gregor Walter, Globales Netz oder globale Politik? Politische Antworten auf Globalisierung am Beispiel des Internet, Baden-Baden 2005
June 25, 2007 at 1:31 am · Filed under Valley Multis, Web 2.0, Politik, Regulierung im Web
So putzig die tapsigen Schritte von YouTube auf deutschem, extra eingeseiften GEMA Parkett sind und so ungeschickt der Flickr-Start in Deutschland wirkt - die Auftritte der Google bzw. Yahoo Ableger auf deutschem Boden sind nur besonders sichtbare Anzeichen einer recht spannenden Entwicklung: Das Internet wird immer internationaler. Hä - jawoll, richtig gehört: internationaler. Denn so globalisiert das Medium ist, es hat in Punkto Internationalität noch einiges nachzuholen. Auch wenn immer noch die meisten Web-Innovationen und Trends aus den USA kommen, die große Mehrheit der Web-Nutzer ist schon lange nicht mehr amerikanisch. Nach einer Prognose der Investment-Banker von MorganStanley vom November 2006 wird der Anteil der amerikanischen Web-Nutzer in diesem Jahr auf 20 Prozent zurückgehen, nur noch rund 30 Prozent sprechen anderen Studien zufolge Englisch. Europa hat danach in diesem Jahr erstmals etwas mehr Nutzer als die USA, aber aus Asien kommen etwa so viele User wie aus USA und Europa zusammen. Das hat zwei weitere Entwicklungen zur Folge:
- Immer mehr spannende Unternehmen werden nicht mehr im Silicon Valley gegründet. Zum Teil sind das zwar schamlose Kopien von amerikanischen Vorbildern - prominentes Beispiel ist etwa StudiVZ als Facebook Kopie - zum Teil sind es aber hoch innovative Ansätze. Dass die dann hier ins Valley geholt werden, siehe Stumbleupon (ursprünglich in Canada gegründet und gerade für 73 Millionen an eBay verkauft) oder Jajah (ursprünglich aus Österreich und jetzt hier im Valley unter den Fittichen von Sequoia), beweist nur, wie gut die amerikanischen Kapitalgeber diese Ideen finden.
- Zweitens bedeutet es, dass amerikanische Internet-Unternehmen, die wachsen wollen, sich internationalisieren müssen. Die Internet-Dinos Amazon, eBay und Google haben es vorgemacht, jetzt folgen Web 2.0 Unternehmen. Die haben - in typisch amerikanischer Art - erst recht spät gemerkt, dass auch Asiaten und Europäer das Web nutzen (und sich sicher über die eine oder andere freche Kopie geärgert). Und was für Software, die lokal auf der Festplatte liegt schon lange gilt, nämlich eine Version in der Landessprache zu haben (MS Windows gibt es auch auf Isländisch, nachdem die isländische Regierung gedroht hatte, man werde komplett auf Apples Betriebsystem wechseln, wenn es keine lokalisierte Version geben werde!), wird in Kürze für immer mehr Web 2.0 Angebote gelten. Dann heißt es “Choose your language” oder man landet gleich in der Sprachversion des Browsers oder der Sprache der IP-Adressen-Nationalität, mit der man im Web unterwegs ist (Für non-geeks: IP Adresse ist sozusagen das Namens- und Absenderetikett, mit dem ihr surft. Man kann euch damit nicht nur immer identifizieren, wenn es drauf ankommt, man kann auch bei den meisten IPs ablesen, aus welchem Land sie stammen).
Das hat Folgen. Unternehmen müssen sich immer stärker mit lokalen Gesetzen und (Ab-) Sonderlichkeiten auseinandersetzen. Und das ist gar nicht so einfach, wie das aktuelle Beispiel Flickr zeigt. Ich denke außerdem, dass mit seinem ganzen “User-generated-Content” im Web 2.0 sicher noch mehr solche Fälle auftauchen werden. Muss etwa Nazi-Propaganda zensiert werden oder fällt selbst so etwas unter die Meinungs- und Redefreiheit. In den USA wäre es durch das erste Amendment der Verfassung (Redefreiheit) geschützt, in Deutschland oder Frankreich säße der Forenbetreiber vorm Kadi, wenn er es nicht schnell genug löscht. Was einem in Schweden passieren kann, wenn man seine Blog-Kommentare nicht schnell genug prüft, ist ein weiteres schönes Beispiel: hier zu sehen bei netzpolitik.org.
Das ganze hat aber auch kulturelle Bedeutung. Vor gut einem Jahrzehnt gab es noch die Befürchtung (oder Hoffnung), bald würden alle nur noch Englisch sprechen - die lingua franca des Webs. Der damalige französische Präsident Chirac warnte vor einer “großen Gefahr für die Menschheit”. Und heute? Heute geht es im Web zu wie beim Turmbau zu Babel. Schon 2002 betrug der Anteil der englischen Seiten im Web weniger als 50 Prozent (ich suche noch nach frischeren, vertrauenswürdigen Zahlen…).
“Internationaler” bedeutet jedoch vor allem, dass im Internet immer mehr Grenzen entstehen. Viele Länder, viele Regelungen und Gesetze. Regierungen und Behörden lernen immer besser mit der Technologie umzugehen. Und das muss dann nicht immer nur die Zensur sein, die es vor allem in China und in arabischen Ländern gibt. Wie Ernst das einige Firmen nehmen, zeigt nicht zuletzt die Drohung von Google, die heute in der Wirtschaftswoche nachzulesen ist. Man werde den deutschen Gmail Service schließen, wenn die Bundesregierung tatsächlich bei den Plänen für das Gesetz zur Überwachung des Telekommunikations- und Internetverkehrs bleibe. Ergo: ich halte es mit dem Untertitel des Buches “Who controls the Internet” der amerikanischen Forscher Jack Goldsmith und Tim Wu: “Illusions of a Borderless World”.
May 14, 2007 at 8:25 pm · Filed under Valley Multis, Politik, Regulierung im Web
Hier in den Staaten bereitet sich der eine oder andere auf eine neue große Auktion vor. Es geht um die 700 MHz Frequenzen, die derzeit Zug um Zug frei werden, weil sich die Glotze (TV) aus diesem Bereich zurück zieht. Die Federal Communications Commision bereitet nun die Auktion dieser Frequenzen für das kommende Jahr vor. Der spannende Teil der Geschichte ist, dass noch gar nicht ausgemacht ist, was demnächst auf diesem Frequenzband stattfindet. Derzeit bereiten sich etwa Startups für den kabellosen Internetzugang vor, neben denen sich die millionenschweren Kabelbetreiber in Position bringen. Dazu kommen noch ganz andere Anbieter, wie etwa ein Dienstleister namens Arcadian Networks, der gerade mit 90 Millionen Venture Capital versehen, Unternehmen mit einer besseren Breitband-Kommunikations-Infrastruktur im ländlichen Raum versehen will.
Nun war ich ja letzte Woche viel frühstücken (sorry, habe lange darauf gewartet, endlich selbstreferenziell zu werden), unter anderem auch auf einem Frühstück mit dem FCC Chair Kevin J. Martin im Churchill Club. Als das Gespräch auf die anstehende Auktion kam, hat der gute Mann dann eine sehr interessante Geschichte erzählt. Man sehe nämlich die Frage des Wettbewerbs im Zungangsgeschäft zum Internet durchaus kritisch. Dazu muss man wissen, dass hier derzeit ein extrem harter Wettbewerb zwischen Kabelanbietern und Telefongesellschaften um das Zugangsgeschäft läuft. Und das im Schatten einer penetranten Fusionitis in den einzelnen Sektoren, wie etwa das Beispiel at&t zeigt. Nun, die FCC - so Martin - sieht die kabellosen Zugänge als dritte Säule im diesem Wettbewerb. Ist also schon eine Vorentscheidung für den Zugang zur Auktion gefallen? Dürfen gar nicht alle mitmachen - oder zumindest nur mit Einschränkungen? Und was ist mit stillen Zugangsexperimentierern wie Google. Mein großer Nachbar um die Ecke hat diese Woche sein Go erhalten, zusammen mit Earthlink ganz San Francicso mit einem kostenlosen kabellosen Zugang zu versorgen.
Und das Sahnehäubchen: Anbieter von Internetdienstleistungen und Internetzugangsbetreiber streiten sich hier unter dem Stichwort Net-Neutrality unter anderem darum, ob es in Zukunft (kostenpflichtige!) Schnellbahnen für bestimmte Datentypen geben soll. Dieser Streit ist noch lange nicht ausgetragen und schwelt im amerikanischen Kongress in mehreren Ausschüssen vor sich hin.
Bin ich ein Schelm, wenn ich mir vorstelle, dass das die Kulisse ist, vor der etwa Google und Co derzeit in San Francisco nur üben, um im nächsten Jahr bei den Auktionen zuzuschlagen?
May 4, 2007 at 12:42 pm · Filed under Entrepreneure, Valley Basics, Communications, Valley Multis, Web 2.0, Regulierung im Web
Heute beim Frühstück mit Startup-Chefs fällt mir auf, dass die Geschichte mit Digg doch den einen oder anderen Web 2.0 - Entrepreneur ganz schön durchschüttelt. Sooo war das dann doch nicht gedacht mit dem user generated content. Die Nutzer sollen zwar das Futter liefern, aber doch nicht mitbestimmen, wie der Hase dann läuft.
Mein wesentlicher Eindruck ist, dass man da noch gar nicht drüber nachgedacht hat. Typisch für hiesige Verhältnisse und sicherlich die Kehrseite des extrem fokussierten Arbeitens hier im Valley: alles was nicht unmittelbar für heute und morgen relevant ist, bleibt ausgeblendet. Dass sich Startups deshalb über Untiefen und Gefahren ihres Geschäfts nicht klar sind, ist mir auch vor rund zwei Wochen beim Web-Monday aufgefallen. Von den dort versammelten rund 40-50 Entrepreneuren und Internetexperten wußte nicht einer, wer die technischen Standards macht, die die Basis ihres Geschäft sind. Einen ähnlichen Eindruck habe ich vor einigen Wochen im Gespräch mit einem führenden Facebook Mitarbeiter mitnehmen können. Die haben ja auch schon ihre Erfahrungen mit einem User-Aufstand. Auf meine Frage, was sich bei Facebook seitdem verändert hat, bekam ich nur die Antwort, jetzt sei doch alles wieder in Ordnung. Na dann…
May 3, 2007 at 11:44 am · Filed under Valley Multis, Web 2.0, Politik, "Old Media", Regulierung im Web
Hier geht es in diesem Tagen wieder einmal sehr roh zur Sache. Digg.com hat aufgrund von Druck durch Unternehmen einige Postings gelöscht, in denen ein paar intelligente Tüftler einen Code veröffentlicht hatten, der es anderen Tüftlern erlaubt, den Kopierschutz von hochauflösenden DVDs zu knacken. Das hat zum Aufstand der User geführt, die protestiert und den Code massenweise geposted haben, so dass Digg schließlich kapituliert hat und nichts mehr löscht (hier das Ganze sehr schön zusammengefasst in der New York Times und hier etwas technischer im Spiegel).
Nun ja, kommen hier die „guten alten“ Zeiten wieder, zurück in die 60er? Demo? Straßenkampf? Und alles für umsonst für alle? Nope – aber: ganz klar ist doch, dass ein Musiker/Filmer irgendwie seine Brötchen verdienen möchte, die Industrie auch verdienen will und dass es niemals einen sicheren Kopierschutz geben wird. Der entscheidende Punkt ist dann für mich, dass die Unternehmen in Hollywood & Co keinen Weg finden, glaubwürdig und nachhaltig zu kommunizieren, dass sie und die Künstler ein Recht haben, an den Filmen und der Musik Geld zu verdienen, die sie produzieren. Stattdessen fuchteln sie nur mit dem Revolver, dem Sheriff und den Anwälten rum. Was ist das für eine Gemengelage, in der es einerseits null Unrechtsbewusstsein bei Konsumenten gibt, Musik und Filme zu kopieren, andererseits Unternehmen wie Sony keine Bedenken haben, einen „Sonytrojaner“ auf anderer Leute Rechner zu schmuggeln? Ach so, ja der Staat, hat den jemand gesehen? Geht es bald zu wie bei dem Bahntycoon von Sergio Leone, der sich seine eigene bewaffnete Aufräumtruppe gekauft hat, um „seine“ Ordnung zu schaffen.
Die Ursache für den aktuellen Turmoil sind Abmahnungen bzw. Unterlassungserklärungen, mit denen die Anwälte der betroffenen Firmen versucht haben, die Veröffentlichung des Codes zu verbieten. Da war es völlig klar, dass es nur Stunden dauern würde, bis es unter Verweis auf das 1. Amendment der amerikanischen Verfassung (Redefreiheit) zum kollektiven Aufschrei im Social Web kommen würde. Das einzige Ergebnis: Der Graben ist noch tiefer geworden, über den hinweg es einen Konsens in der Internet-Gesellschaft zum Thema Rechte und (geistiges) Eigentum geben muss. Ohne den geht gar nichts, ohne den wird auch die beste Regulierung nicht funktionieren. Wieso komme ich eigentlich darauf, dass es in den beteiligten Unternehmen am ehesten eine Reihe smarter, phantasievoller, gut bezahlter Leute geben müsste, die das wissen sollten?