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Silicommdada

Auf dem Steckenpferd unterwegs im Silicon Valley

Microhoo und China

Die zweite Meldung betrifft die geplante Übernahme von Microsoft durch Yahoo. Und in China - ja, China - macht man sich offensichtlich Gedanken darüber, berichtet das Wall Street Journal (beim WSJ kommen leider nie Links, weil man ja ohne bezahltes Abo nicht auf die Seite kommt) am vergangenen Samstag. Die Meldung wurde dann auch von Spiegel online übernommen - allerdings ohne Quellennennung des Original Artikels im WSJ und auf flachem Niveau.

Es geht darum, dass man sich in China offensichtlich Gedanken darüber macht, was es bedeutet, wenn der 39 Prozent Anteil, den Yahoo an Chinas größtem Internet Haus Alibaba (kombiniert ISP, WebSpace und Suchmaschine) hält, an Microsoft geht. Der Spiegel macht seine Meldung damit auf, dass es China nach normalem Ermessen nicht zustünde, darüber nachzudenken. Ich überlege mal einfach so, was hier in den USA los wäre, wenn eine chinesische Firma solche Pläne hätte (in anderen Industrien durften chinesische Firmen zumindest keine Mehrheiten an amerikanischen Firmen erwerben; ich versuche mir außerdem mal vorzustellen, eine chinesische Firma würde einen größeren Anteil an Vivendi kaufen).

Nun ja, egal wie man es sieht, es weist auf zwei elementare Tatsachen hin. Erstens spielt China eine immer größere Rolle im Internetgeschäft und zweitens, in China wird das Internet offensichtlich als strategisches Komponente für eine führende globale Rolle betrachtet. Beispiele sind nicht zuletzt die “große chinesiche Firewall” und der Bereich Cyber-War und nationale Sicherheit. Zu beiden Bereichen demnächst mehr, aber hier vorerst nur so viel: kein Wunder, dass man es dann sehr ernst nimmt, wer mehr als ein Drittel des wichtigsten Internet-Unternehmens des Landes hält.

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